Prasem Mineralogische Dokumentation by 1STone
Prasem
Der kühlende grüne Quarz – Konflikte lösen, Zorn kühlen und Strahlenschutz
Grüner Quarz · Aktinolith-Einschlüsse · Kühlung · Sonnenbrand · Versohnung · Antike
1. Namen und Synonyme
Der Name Prasem stammt vom griechischen prasios („lauchartig grün“) und bezeichnet einen massigen, undurchsichtigen bis leicht durchscheinenden grünen Quarz. Die Grünfärbung entsteht durch fein verteilte, nadelförmige Einschlüsse von Aktinolith (einem grünen Amphibol-Mineral) oder gelegentlich von Chlorit oder anderen grünen Mineralien, die gleichmässig im Quarzgitter eingewachsen sind. Das Ergebnis ist ein mattes, gleichmässiges Grün von besonderer Tiefe und Ruhe.
Prasem spielt als Edelstein kaum eine Rolle, als einfacher Schmuckstein ist er inzwischen jedoch weit verbreitet. Als Heilstein besitzt er eine bis zur Antike zurückreichende Tradition. In der Antike war Prasem (zusammen mit anderen grünen Steinen) als Kühlstein und Schutzstein gegen Hitze, Fieber und Zorn bekannt. Plinius der Ältere beschrieb grüne Steine explizit als kühlend und augenstärkend.
Wichtige Namen und Synonyme:
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Prasem (Standardname): Von griechisch prasios (lauchartig grün); der gängige mineralogische und handelsName
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Grüner Quarz (beschreibend): Allgemeiner beschreibender Name; weniger präzise, da mehrere grüne Quarze existieren
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Aktinolith-Quarz: Beschreibender Name für den häufigsten Typ; Aktinolith als färbendes Mineral
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Muttergrün (Volksname): Gelegentlicher Volksname; wegen der matten, satten Grünfärbung
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Plasma (historisch, irreführend): Historischer Name für dunkelgrünen Chalcedon; nicht dasselbe wie Prasem
Prasem und Aventurin – Unterschied: Prasem ist ein massiger grüner Quarz mit Aktinolith-Einschlüssen; matt, gleichmässig grün, kein Schimmer. Aventurin ist ein grüner Quarz mit Fuchsit (Glimmer)-Einschlüssen; zeigt den charakteristischen aventureszierenden Schimmer (Goldflitter-Effekt). Beide sind grüne Quarze; mineralogisch und heilkundlich verschieden. Verwechslungen im Handel sind häufig.
2. Entstehung und Vorkommen
Prasem entsteht in metamorphen Gesteinen und Pegmatiten, wo grüne Amphibol-Mineralien (vor allem Aktinolith) in während der Kristallisation des Quarzes eingeschlossen werden. Die Aktinolith-Nadeln wachsen parallel zur Kristallisationsrichtung des Quarzes und färben die gesamte Masse gleichmässig grün. In manchen Vorkommen entstehen auch chatoyante (katzenaugenförmige) Qualitäten.
Die wichtigsten Fundregionen:
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Australien (Western Australia): Wichtigste kommerzielle Quelle; intensiv grüne Qualitäten
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Österreich (Zillertal, Tirol): Historisch bedeutsam; klassische europäische Qualität
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Südafrika: Gute kommerzielle Qualitäten
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Indien, Brasilien, USA: Weitere Vorkommen; breites Qualitätsspektrum
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Griechenland (historisch): Antike Quelle; seit der Antike als Heilstein bekannt
3. Erscheinungsbild und Farben
Prasem tritt als massiger, dichter Quarz auf. Das Erscheinungsbild:
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Matt-gleichmässiges Grün: Von zartem Hellgrün bis tiefem Dunkelgrün; nie fleckig oder geadert; die Gleichmässigkeit ist charakteristisch
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Lauchartig-gedaempftes Grün: Der prägende Farbton; weder das leuchtende Grün des Chrysopras noch das kräftige Grün des Malachits; ein ruhiges, tiefes Grün
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Wachsglanz: Auf polierten Flächen; charakteristisch für massige Quarze
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Undurchsichtig bis leicht durchscheinend: Je nach Qualität
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Keine Fleckung, kein Muster: Im Gegensatz zu Aventurin und Moosachat gleichmässig; kein Schimmern
4. Mineralklasse und Chemie
Prasem gehört zur Mineralklasse der Oxide (Quarz-Gruppe, SiO₂) als massiger Quarz mit Aktinolith-Einschlüssen.
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Mineralklasse: Oxide (Quarz-Gruppe, SiO₂) – massiger Quarz mit Aktinolith-Einschlüssen
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Einschlüsse: Aktinolith Ca₂(Mg,Fe)₅Si₈O₂₂(OH)₂ (grüner Amphibol); seltener Chlorit
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Färbungsursache: Fein verteilte Aktinolith-Nadeln; Eisen im Aktinolith
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Kristallsystem: Trigonal (Quarz); mikrokristallines Aggregat
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Härte (Mohs): 6,5 – 7
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Dichte: 2,64 – 2,65 g/cm³
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Spaltbarkeit: Keine; zäh
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Bruch: Muschelig
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Strichfarbe: Weiß
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Lichtbrechung: 1,544 – 1,553
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Transparenz: Undurchsichtig bis leicht durchscheinend
5. Bestimmung und Identifikation
Prasem ist durch seine gleichmässige, matte Grünfärbung gut erkennbar:
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Gleichmässiges, mattes Grün: Kein Schimmer, kein Muster, keine Fleckung; ruhiges, tiefes Grün
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Härte 6,5–7: Ritzt Glas mühelos; wird von Quarz nicht geritzt
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Wachsglanz: Charakteristisch für massige Quarze
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Kein Aventureszenz-Schimmer: Im Unterschied zum Aventurin kein Goldflitter-Effekt
Unterscheidung Prasem / Nephrit / Jadeit: Nephrit und Jadeit zeigen Fett- bzw. Glasglanz statt Wachsglanz, höhere Dichte (2,90–3,43 g/cm³) und eine zähe, fasrige Struktur. Prasem zeigt Wachsglanz und hat die typische Quarzdichte (2,64–2,65 g/cm³). Ein einfacher Dichtetest unterscheidet beide.
6. Fälschungen und Verwechslungen
Prasem ist günstig; Fälschungen sind selten. Häufiger sind Verwechslungen:
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Aventurin: Häufigste Verwechslung; ebenfalls grüner Quarz; aber Aventureszenz-Schimmer durch Fuchsit-Einschlüsse; im Handel oft austauschbar verwendet
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Nephrit („New Jade“): Dunkleres Grün; Fettglanz statt Wachsglanz; höhere Dichte; andere Heilwirkung
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Grüner Chalcedon / Chrysopras: Transluzent statt opak; helles Apfelgrün (Chrysopras); andere Lichtbrechung
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Grünes Glas: Zu gleichmässig; Glasglanz statt Wachsglanz; keine Einschlüsse unter Lupe
7. Verwendung und Handel
Prasem spielt als Edelstein kaum eine Rolle, als einfacher Schmuckstein ist er inzwischen jedoch weit verbreitet. Als Heilstein besitzt er eine bis zur Antike zurückreichende Tradition.
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Edelstein-Kugeln und Kugelketten: Polierte Edelstein-Kugeln als Ketten und Armbänder; das ruhige Grün wirkt als Kette beruhigend und kühlend
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Trommelsteine und Rohsteine: Für Heilsteinzwecke; auf Fieberstellen oder Prellungen auflegen; im Steinkreis
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Cabochons und Anhänger: Einfacher Schmuck; das matte Grün wirkt zeitlos
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Dekorationsobjekte: Kugeln, Schalen; das ruhige Grün als Raumdekoration
8. Heilwirkung und Indikationen
Prasem hilft, Konflikte zu lösen und die Kontrolle des eigenen Lebens zu erlangen. Er fördert Beherrschung und Selbstbestimmung und kühlt hitzige Gemüter, so dass Auseinandersetzungen ohne Zorn und Wutausbrüche ausgetragen werden können. Besonders nachtragenden Persönlichkeiten ermöglicht er, sich wieder zu versöhnen.
Seelisch-mentale Wirkung
Die zentrale seelische Qualität des Prasems ist Kühlung – auf der seelischen wie auf der körperlichen Ebene. Seelische Kühlung bedeutet: das Abkühlen hitziger Gemüter, die Fähigkeit, in Auseinandersetzungen ruhig, beherrscht und selbstbestimmt zu bleiben statt von Zorn und Wutausbrüchen überwältigt zu werden.
Besonders charakteristisch ist die Wirkung bei nachtragenden Persönlichkeiten. Nachtragen – das Festhalten an vergangenen Verletzungen, das Unvermögen zu vergeben – ist eine Form von innerem Feuer, das immer weiterglimmt. Prasem kühlt dieses Feuer und ermöglicht Versöhnung. Gleichzeitig fördert er Beherrschung und Selbstbestimmung – die Fähigkeit, das eigene Leben wirklich zu führen statt von Reaktionen und Emotionen getrieben zu werden.
Koerperliche Wirkung
Seinen kühlenden Charakter zeigt Prasem auch bei Fieber, brennenden Schmerzen, heissen Ausschlägen bei Infektionskrankheiten und bei Insektenstichen oder Strahlenschaeden wie Sonnenbrand, Sonnenstich oder Hitzschlag. Auch bei Prellungen zeigt er schmerzstillende Wirkung, so dass man Prasem generell als Heilstein für die Folgen äusserer Traumata bezeichnen kann.
Das kühlende Prinzip ist der rote Faden durch alle Wirkungen des Prasems: seelisch kühlt er Zorn und Nachtragen; körperlich kühlt er Fieber, Entzündungshitze, Sonnenbrand und die Schmerzhitze von Prellungen. Diese Konsistenz zwischen seelischer und körperlicher Wirkung ist in der Steinheilkunde selten so klar wie bei Prasem.
Die Angaben zu Heilwirkung und Indikationen sind paraphrasiert nach: Michael Gienger, Lexikon der Heilsteine, Neue Erde Verlag, sowie Steinheilkunde e.V. (www.steinheilkunde.de). Es handelt sich um überlieferte Erfahrungen der Steinheilkunde – kein Ersatz für medizinische oder therapeutische Behandlung.
9. Anwendung und Verwendung
Therapeutische Anwendung (Steinheilkunde)
Da sich seine Wirkung nur langsam entfaltet, sollte Prasem längere Zeit getragen werden. Bei Fieber und Infektionskrankheiten wird der erwärmte Stein im Nabelbereich, gegen lokale Beschwerden direkt auf die betroffene Stelle aufgelegt. Bei Folgen von Strahleneinwirkungen hilft ruhiges Liegen in einem Prasem-Steinkreis (8–12 Steine) oder die Einnahme von Quellwasser, in das Prasem für mindestens sechs Stunden eingelegt war.
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Längere Zeit tragen: als Kette oder Armband direkt auf der Haut; Giengers Grundempfehlung; Prasem braucht Zeit – kein Akutstein, sondern Langzeitbegleiter; besonders für alle seelischen Wirkungen (Konflikte, Zorn, Nachtragen).
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Auf den Nabelbereich auflegen: bei Fieber und Infektionskrankheiten; den Stein leicht erwärmt (Handwärme) auflegen; 20–30 Minuten; kühlend und fiebersenkend.
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Direkt auf betroffene Stellen auflegen: bei Sonnenbrand, Insektenstichen, Prellungen, heissen Ausschlägen; kühlend und schmerzstillend; auch kühl aufgelegt wirksam.
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Prasem-Steinkreis (8–12 Steine): bei Folgen von Strahleneinwirkungen (Sonnenbrand, Sonnenstich, Hitzschlag, Strahlenschaeden); um den Körper legen und ruhig darin liegen; 20–30 Minuten; Giengers spezifische Empfehlung.
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Prasem-Quellwasser: Prasem-Steine für mindestens 6 Stunden in Quellwasser einlegen; das Wasser danach trinken; bei Strahlenschaeden und Hitzschlag; Giengers besondere Anwendungsform.
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Bei Sonnenstich und Hitzschlag: sofort kühlen Prasem auf Stirn und Nacken auflegen; unterstützend; Steinkreis oder Kühlwasser.
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Pflege: Prasem verträgt Wasser problemlos – kurzes Abspülen, auch kühles Einlegen bei Bedarf. Aufladen auf Bergkristall oder im Mondlicht.
Prasem bei 1STone
Bei 1STone auf Fuerteventura – wo Sonne, Hitze und Wind die Elemente des täglichen Lebens sind – gehört Prasem zu den besonders passenden Steinen des Sortiments. Sein ruhiges, tiefes Grün ist das Gegenbild zur Glühend-Hitze der kanarischen Lava: kühl, geerdet, versoehnlich. 1STone verarbeitet ausgewählte Prasem-Qualitäten zu handgefertigten Unikaten: Edelsteinketten, Ohrschmuck und Armbändern sowie als Dekoration aus Edelsteinen.
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10. Horoskop und indianisches Medizinrad
Prasem wird in der modernen Steinheilkunde vorrangig den Sternzeichen Steinbock und Widder zugeordnet. Seine Wirkqualitäten – Konflikte lösen, Zorn kühlen, Nachtragen auflösen, Versöhnung, Fieber, Sonnenbrand, Prellungen – ergänzen beide Zeichen charakteristisch.
Westliche Astrologie
Für den Steinbock (22. Dezember – 21. Januar) fördert Prasem die Fähigkeit, Konflikte mit Beherrschung und Selbstbestimmung zu lösen statt in starrer Abgrenzung zu verharren. Für den Widder (21. März – 20. April) kühlt er die natürliche Hitze und Impulsivität und hilft, Auseinandersetzungen konstruktiv statt destruktiv zu führen.
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Hauptsternzeichen: Steinbock (22. Dez. – 21. Jan.) – Konflikte lösen, Selbstbestimmung, Beherrschung
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Ergänzend: Widder (21. Mrz. – 20. Apr.) – Zorn kühlen, Impulsivität beruhigen, Versöhnung
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Ergänzend: Löwe (23. Jul. – 22. Aug.) – körperliche Kühlung, Hitzeschlag, Sonnenbrand
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Ausgleichsstein: Krebs (22. Jun. – 22. Jul.) – bringt Beherrschung in zu starkes Nachtragen und Festhalten
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Planetarer Einfluss: Saturn (Beherrschung, Selbstdisziplin, Konflikte konstruktiv lösen) und Mars (Zorn kühlen, Impulsivität regulieren)
Indianisches Medizinrad (nach Sun Bear)
Im indianischen Medizinrad nach Sun Bear verbindet sich Prasem mit der Schneegans-Mond-Energie (Steinbock, ca. 22. Dezember – 19. Januar) und dem Schildkröten-Klan der Erde. Seine kühlende, konfliktlösende Energie verbindet sich mit der Geduld und Weisheit der Erde.
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Totemtier: Schneegans (Snow Goose) – Symbol für den langen, geduldigen Weg, das ruhige Ausharren in der Kälte und die Fähigkeit, mit Beherrschung und Ausdauer das Ziel zu erreichen
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Mond: Schneegans-Mond (ca. 22. Dez. – 19. Jan.) – Zeit der tiefsten Stille, der kühlsten Klarheit und der ruhigsten Konfliktlösung
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Element: Erde – im Schildkröten-Klan; die kühlende Erde, die Geduld des Steins, die Weisheit des langen Atems
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Klan: Schildkröten-Klan – Geduld, Ausdauer, die Weisheit der langsamen Wirkung
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Himmelsrichtung: Norden – die Kühle, die Weisheit, die ruhige Konfliktlösung
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Begleitpflanze: Schafgarbe (Achillea millefolium) – Symbol für die heilende, kühlende und entzündungshemmende Kraft der Natur; seit der Antike Wundkraut und Fieberkraut
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Kraftwirkung: Prasem unterstützt dabei, wie die Schafgarbe zu sein – unauffällig, geduldig, kühlend und heilend in jedem Augenblick
Hinweis: Das von Sun Bear (Vincent LaDuke, 1929–1992) entwickelte Medizinrad-System ist eine neuzeitliche Synthese aus indianischen Überlieferungen und westlichen Konzepten (ab ca. 1978). Es repräsentiert nicht die Tradition aller indigenen Völker Nordamerikas und wird in der modernen Steinheilkunde weit verwendet.
Prasem bei 1STone
Bei 1STone auf Fuerteventura – wo Sonne, Hitze und Wind die Elemente des täglichen Lebens sind – gehört Prasem zu den besonders passenden Steinen des Sortiments. Sein ruhiges, tiefes Grün ist das Gegenbild zur Glühend-Hitze der kanarischen Lava: kühl, geerdet, versoehnlich. 1STone verarbeitet ausgewählte Prasem-Qualitäten zu handgefertigten Unikaten: Edelsteinketten, Ohrschmuck und Armbändern sowie als Dekoration aus Edelsteinen.
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