Karneol Rohsten by 1STone Fuerteventura

Karneol Rohsten by 1STone Fuerteventura

Karneol Mineralogische Dokumentation by 1STone

Karneol

Der Stein des Mutes, der Tatkraft und der guten Laune

Eigenschaften · Heilwirkung · Anwendung · Bedeutung

1. Namen und Synonyme

Der Name Karneol leitet sich vom lateinischen cornum ab – der Kornelkirsche (Cornus mas), deren reife Früchte eine ähnliche rote bis orangerote Farbe aufweisen wie der Stein. Über das mittelhochdeutsche Korniol gelangte der Begriff als Karneol in den deutschen Sprachraum. Eine zweite Etymologie führt den Namen auf das lateinische caro („Fleisch“) zurück und verweist damit auf die fleischfarbene bis blutrote Erscheinung des Steins. Beide Deutungen beschreiben treffend das charakteristischste Merkmal des Karneols: seine warme, lebendige Rotfarbe.

Mineralogisch ist Karneol eine orangerote bis blutrote Varietät des Chalcedons (SiO₂), deren Farbe durch fein verteilte Hämatit- oder Goethit-Einschlüsse (Eisenoxid) erzeugt wird. Er gehört damit zur gleichen Mineralgruppe wie Achat, Onyx, Chrysopras und Heliotrop – allesamt mikrokristalline Quarz-Varietäten (Chalcedone). Im Handel wird Karneol gelegentlich mit Sarder verwechselt oder gleichgesetzt: Sarder ist eine bräunlich-rote bis dunkelrote Chalcedon-Varietät, während echter Karneol eher orange bis orangerot erscheint. Die Grenze ist fließend und wird im Handel nicht einheitlich gezogen.

Bekannte Namen, Synonyme und historische Bezeichnungen:

  • Sarder / Sardonyx: Sarder: bräunlich-roter Chalcedon; Sardonyx: Wechsellage aus Sarder und Onyx; historisch oft mit Karneol gleichgestellt

  • Cornelian (englisch): Internationale Handelsbezeichnung; von lateinisch cornum

  • Cornaline (französisch): Französische Bezeichnung; weit verbreitet im herkömmlichen Handel

  • Blutstein (historisch, veraltet): Veralteter Volksname für tiefroten Karneol; heute üblicherweise für Heliotrop verwendet

  • Lachsstein (Volksname): Wegen der lachsfarbenen bis apricotfarbenen Ausführungen

  • Apricot-Achat / Bots­wana-Achat: Handelsnamen für gelblich-orangen, gedämpften Karneol aus Südafrika und Botswana

Sprachliche Besonderheit: Karneol ist einer der wenigen Edelsteinnamen, der in fast allen europäischen Sprachen ähnlich klingt und auf dieselbe lateinische Wurzel zurückgeht – ein Zeichen dafür, wie tief dieser Stein in der europäischen Kulturgeschichte verwurzelt ist. Bereits im Mittelalter war „Korneol“ in deutschen Lapidaren als Heilstein dokumentiert.

2. Entstehung und Vorkommen

Karneol entsteht wie alle Chalcedone hydrothermal: Kieselsäurereiche wässrige Lösungen füllen Hohlräume in vulkanischen Gesteinen (besonders in Blasenhohlräumen von Basalten und Rhyolithen) oder sedimentären Gesteinen und kristallisieren beim Abkühlen als mikrokristalliner Quarz aus. Die charakteristische orange bis rote Farbe entsteht durch winzige, gleichmäßig verteilte Eisenoxid-Teilchen (Hämatit, Goethit), die während der Kristallisation oder durch spätere Verwitterung in den Stein eingelagert werden.

Natürlicher Karneol ist von Natur aus selten größer als wenige Zentimeter – Gienger weist ausdrücklich darauf hin, dass Karneol von Natur aus selten größer ist als wenige Zentimeter, und dass bei allen großen Formen Vorsicht vor Fälschungen geboten ist. Diese natürliche Größenbeschränkung ist ein wichtiges Echtheitsmerkmal.

Wichtige Fundregionen:

  • Indien (Gujarat, Rajasthan, Deccan-Plateau): Weltbedeutendste Quelle; Cambay (Khambhat) in Gujarat ist seit über 4.000 Jahren das Zentrum der Karneol-Verarbeitung; liefert den Großteil des Weltmarktangebots

  • Brasilien (Rio Grande do Sul, Minas Gerais): Wichtige Quelle; schöne, lebhafte Farben; auch Basis für gefärbtes Material

  • Uruguay (Artigas, Rivera): Hochwertige, dunkle Varietäten; Apricot-Achat

  • Botswana (Francistown-Region): Gebanderte, helle Karneol-Achate; Botswana-Achat

  • Ägypten (Sinai, Nil-Delta, historisch): Historisch bedeutendster Fundort der Antike; bereits im 4. Jahrtausend v. Chr. abgebaut

  • Arabische Halbinsel (Jemen, Oman): Wichtige Quellen für die islamische Welt; Prophet Mohammed trug einen Karneol-Siegelring

  • Madagaskar, Australien, Russland (Ural): Weitere bekannte Vorkommen

Historische Besonderheit: Cambay (Khambhat) in Gujarat, Indien, ist seit mindestens 4.000 Jahren ununterbrochen das weltweit wichtigste Zentrum der Karneol-Verarbeitung. Archäologische Funde der Indus-Zivilisation (ca. 2500–1900 v. Chr.) belegen, dass Karneol-Perlen aus Cambay bereits in die Sumerer-Stadtstaaten Mesopotamiens exportiert wurden – einer der ältesten dokumentierten Fernhandelsrouten der Menschheitsgeschichte.

3. Kristallsystem, Erscheinungsbild und Farben

Karneol ist mikrokristallin und tritt nie als freier Einzelkristall auf. Er bildet kompakte, massige Chalcedon-Aggregate mit charakteristischem Wachsglanz. Die Textur ist dicht und gleichmäßig; polierte Stücke zeigen eine glatte, leicht glänzende bis matte Oberfläche. Im Durchlicht ist Karneol transparent bis durchscheinend – ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal gegenüber dem undurchsichtigen Jaspis.

Die Farbe ist das prägendste Merkmal des Karneols:

  • Hellgelb bis Apricosorange: Blasser, heller Karneol; oft aus Botswana oder als unreifer/ausgebleichter Stein; im Handel als Apricot-Achat

  • Orange bis Orangerot (klassisch): Die typischste und beliebteste Karneolfarbe; leuchtendes, warmes Orange; von Mandarinen- bis Kupferorange

  • Blutrot bis Dunkelrot: Tiefer, dunkler Karneol; durch höheren Hämatitgehalt; häufig durch Brennen erzeugt

  • Ungleichmäßig zoniert: Natürlicher Karneol zeigt oft Farbzonen, Wolken oder Übergänge zwischen Orange und Rot; Ausdruck der Echtheit

Ein wichtiges Praxismerkmal: Echter, naturbelassener Karneol zeigt im Durchlicht häufig eine „wolkige“, ungleichmäßige Farbverteilung. Gefärbter Achat oder Chalcedon dagegen zeigt eine zu gleichmäßige Farbe ohne innere Struktur – selbst unter Lupe oder im Durchlicht.

4. Mineralklasse und Chemie

Karneol ist eine Varietät des Chalcedons und gehört damit zur Mineralklasse der Oxide (Quarz-Gruppe, SiO₂). Er teilt die grundlegenden mineralogischen Eigenschaften aller Chalcedone: mikrokristalline Textur, Wachsglanz, hohe Zähigkeit und keine Spaltbarkeit. Der Eisenoxidgehalt (Hämatit: Fe₂O₃; Goethit: FeO(OH)) bestimmt die Farbe: Hämatit liefert ein kühleres Rot, Goethit ein wärmeres, gelblicheres Orange.

  • Mineralklasse: Oxide (Quarz-Gruppe, SiO₂) – Chalcedon-Varietät

  • Chemische Formel: SiO₂ mit Einschlüssen von Hämatit (Fe₂O₃) und/oder Goethit (FeO(OH))

  • Kristallsystem: Trigonal (mikrokristallin; Einzelkristalle nicht sichtbar)

  • Härte (Mohs): 6,5 – 7

  • Dichte: 2,58 – 2,64 g/cm³

  • Spaltbarkeit: Keine

  • Bruch: Muschelig; sehr zäh

  • Strichfarbe: Weiß

  • Lichtbrechung: 1,530 – 1,540

  • Glanz: Wachsglanz; polierte Flächen leicht glänzend

  • Transparenz: Transparent bis durchscheinend (im Gegensatz zu Jaspis: opak)

Brennen von Karneol: Ein Teil des im Handel erhältlichen „Karneols“ ist in Wirklichkeit gelber oder grauer Chalcedon, der durch kontrolliertes Erhitzen (Brennen bei ca. 300–500 °C) in Orange bis Rot umgefärbt wurde. Beim Brennen wird Goethit (gelb) zu Hämatit (rot) umgewandelt. Dieses Verfahren ist seit der Antike bekannt und war schon in Cambay üblich. Im modernen Handel ist gebrannter Karneol weit verbreitet und nicht immer deklariert. Echter, naturbelassener Karneol zeigt im Durchlicht eine ungleichmäßigere Farbstruktur als gebrannter.

5. Historische und kulturelle Bedeutung

Karneol gehört zu den am längsten genutzten Schmuck- und Heilsteinen der Menschheitsgeschichte. Funde von Karneol-Perlen und -Amuletten reichen bis in die Frühsteinzeit zurück; in der Hochphase der Indus-Zivilisation (ca. 2500 v. Chr.) war Cambay bereits ein florierendes Handelszentrum für Karneol-Perlen, die in ganz Vorder- und Südasien gehandelt wurden.

Im alten Ägypten war Karneol einer der wichtigsten Schutzsteine: Er wurde in Grabbeigaben, Pektoralen (Brustschmuck) und Amuletten verwendet. Die Ägypter schrieben ihm die Kraft zu, das Blut des Auges der Isis zu enthälten – ein Symbol göttlicher Schöpfungskraft. In Grabausstattungen der Pharaonen – darunter Tutanchamun – finden sich Karneol-Einlagen in Hülle und Fülle.

Im antiken Griechenland und Rom war Karneol als Siegelstein außerordentlich beliebt. Seine Eigenschaft, beim Drücken des Siegelwachses nicht zu kleben, machte ihn zum idealen Material für Intaglien – gravierte Gemmen mit Portraits, Gottheiten oder Symbolen. Caesar, Augustus und Napolon I. benutzten Karneol-Siegel. Im Islam hat Karneol eine besondere Bedeutung: Dem Propheten Mohammed wird die Überlieferung zugeschrieben, er habe einen silberfassten Karneol-Siegelring getragen und den Stein empfohlen – woraufhin Karneol in der islamischen Welt als „Stein der Könige“ gilt.

Im Mittelalter wurde Karneol in europäischen Lapidaren als Schutz vor Neid, bösem Blick und Blutungen beschrieben. Hildegard von Bingen erwähnt ihn als einen der wirksamsten Heilsteine für Blut und Lebensenergie.

Napoleon und der Karneol: Napoleon Bonaparte trug nach seinem Ägypten-Feldzug (1798–1801) einen Karneol-Siegelring mit arabischer Inschrift. Dieser Ring – wahrscheinlich ein Fundstück aus Ägypten – wurde später von seinem Neffen Napoleon III. getragen. Der Ring befindet sich heute im Louvre und ist eines der bekanntesten Karneol-Objekte der Welt.

6. Bestimmung und Identifikation

Karneol ist durch seine orange bis rote Chalcedon-Farbe, seinen Wachsglanz und seine Durchscheinbarkeit im Feld gut erkennbar. Für eine gesicherte Bestimmung und die Unterscheidung von gefärbtem Material:

  • Durchlichttest: Echter Karneol zeigt im Durchlicht eine ungleichmäßige, wolkige Farbstruktur; gefärbter Chalcedon oder Achat zeigt eine gleichmäßige, zu homogene Farbe

  • Härtetest: 6,5–7; ritzt Glas mühelos; wird von Quarz nur kaum geritzt

  • Wachsglanz: Charakteristischer matter bis leicht glänzender Wachsglanz auf polierten Flächen

  • Keine Spaltbarkeit: Bricht muschelig; keine geraden Spaltflächen

  • Größe: Natürlicher Karneol selten größer als wenige Zentimeter; große Exemplare sind verdächtig

  • Temperatur: Fühlt sich kühl an (Quarz-Wärmeleitfähigkeit); Kunststoff erwärmt sich sofort

Praxistipp Durchlichttest: Den Stein gegen eine helle Lichtquelle (Fenster, Taschenlampe) halten. Echter Karneol zeigt im Durchlicht orange-rote Wolken, Schlieren und ungleichmäßige Farbzonen – Spuren seiner natürlichen Eisenoxid-Verteilung. Gefärbter Achat leuchtet zu gleichmäßig, oft mit sichtbaren Achat-Bänderungen darunter.

7. Fälschungen und Verwechslungen

Karneol ist einer der am häufigsten gefälschten und falsch deklarierten Edelsteine – ein Hinweis, den Gienger ausdrücklich in seinen Text aufgenommen hat. Der Hauptgrund: Echter, naturbelassener Karneol guter Qualität ist selten und teurer als gefärbter Achat oder gebrannter Chalcedon.

  • Gefärbter Chalcedon oder Achat: Häufigste Fälschung; orangefarbener oder roter Farbstoff wird in porösen Chalcedon oder Achat eingefärbt; erkennbar am zu gleichmäßigen Durchlicht und an Achat-Streifenstruktur

  • Gebrannter gelber oder grauer Chalcedon: Traditionelles Verfahren seit der Antike; Goethit wird durch Erhitzen zu Hämatit; erzeugt leuchtend rote Farbe; schwer von echtem Karneol zu unterscheiden

  • Gefärbtes Glas: Zu gleichmäßige Farbe; keine innere Struktur; kühlt sich schneller ab; falsches Gewicht; Blasen unter Lupe

  • Kunststoff-Imitate: Zu leicht; erwärmt sich sofort; keine innere Struktur unter Lupe

  • Botswana-Achat / Apricot-Achat als Karneol: Helle, gebanderte Achate aus Botswana oder Uruguay werden manchmal als „Karneol“ verkauft; erkennbar an Achat-Bänderung

  • Oranger Chalcedon ohne Eisenoxid: Synthetisch gefärbtes Material; fast identisches Aussehen; sichere Unterscheidung nur im Labor

Wichtiger Hinweis aus Giengers Lexikon: Da orangefarbener Karneol begehrter ist als gelber, wird letzterer gerne gebrannt. Ebenso existieren Imitationen aus gefärbtem Chalcedon oder Achat, mitunter auch aus gebranntem Botswana-Achat (sog. Apricot-Achat) sowie gebrannte gelbe Karneole aus Brasilien und Uruguay oder gebrannte gelbe Karneole aus Indien. Auch hier ist die Unterscheidung nur durch mineralogisch-gemmologische Untersuchungen möglich.

8. Verwendung und Handel

Karneol ist ein beliebter Schmuck- und Heilstein. Er ist einer der meistgenutzten Edelsteine der Geschichte und findet sich in Sammlungen, Schmuckstücken und Heilsteinsortimenten weltweit. Cambay (Khambhat) in Gujarat, Indien, ist seit Jahrtausenden das Zentrum der Karneol-Verarbeitung und liefert noch heute den größten Teil des weltweiten Angebots.

Handelssegmente:

  • Trommelsteine: Häufigste Form; polierte, runde Stücke in Orange bis Rot; breit verfügbar und erschwinglich

  • Rohsteine: Natürliche, unpolierte Stücke mit rauher Oberfläche; für Sammler

  • Schmuck (Perlen, Anhänger, Ringe): Karneol-Perlen aus Cambay gehören zu den ältesten Schmuckformen der Welt; bis heute beliebt

  • Gemmen und Siegel (historisch): Intaglien mit Gravuren; historisch wertvollste Verwendungsform; heute hauptsächlich museale Objekte

  • Edelstein-Essenzen: Karneol wirkt besonders stark durch längeres Tragen; zusätzlich als Edelstein-Essenz verwendbar

  • Feng Shui und Raumdekoration: Karneol-Kugeln, -Pyramiden und Rohsteine als Energieobjekte

9. Heilwirkung und Indikationen

Karneol ist ein beliebter Schmuck- und Heilstein. Er vermittelt Standfestigkeit, Idealismus und Gemeinschaftssinn. Er fördert Mut, Tatkraft und gute Laune.

Seelisch-mentale Wirkung

Karneol vermittelt Standfestigkeit, Idealismus und Gemeinschaftssinn. Diese drei Qualitäten ergänzen sich zu einem charakteristischen Wirkprofil: Karneol gibt dem Träger die innere Stabilität, um zu den eigenen Werten zu stehen (Standfestigkeit), verbindet dies mit einer positiven, nach vorne gerichteten Haltung (Idealismus) und fördert gleichzeitig das Gefühl für Gemeinschaft und Zugehörigkeit (Gemeinschaftssinn).

Er fördert Mut, Tatkraft und gute Laune. Der Mut des Karneols ist kein blinder Draufgängermut, sondern ein pragmatisch-realistischer Mut: Durch pragmatisch-realistische Art hilft er, Probleme und Schwierigkeiten zu lösen – nicht durch Überwältigung, sondern durch nüchterne Analyse und entschlossenes Handeln. Karneol ist der Stein für alle, die in festgefahrenen Situationen wieder in Bewegung kommen möchten.

Die gute Laune des Karneols ist keine erzwungene Heiterkeit, sondern eine bodenständige Lebensfreude: Er macht den Geist leicht und praktisch zugleich – ein seltenes Gleichgewicht. Seine Energie ist warm, aktiv und motivierend, ohne aufzupeitschen.

Körperliche Wirkung

Körperlich wirkt Karneol erwärmend und regt Stoffwechsel, Kreislauf und Durchblutung an. Er fördert die Aufnahme von Vitaminen, Nähr- und Mineralstoffen im Dünndarm und verbessert so die Blutqualität. Durch die Stimulation der Verdauung regt Karneol mitunter auch den Appetit an.

Diese Wirkung auf Stoffwechsel, Blutqualität und Nährstoffaufnahme macht Karneol zu einem wertvollen Begleitstein bei Zuständen allgemeiner Schwäche, Blutarmut (Aniämie), Ernährungsdefiziten und Verdauungsproblemen. Die erwärmende Wirkung unterstützt zusätzlich bei Kältegefühlen, Durchblutungsstörungen und allgemein niedrigem Energieniveau.

Karneol wirkt besonders stark durch längeres Tragen, Auflegen auf den Bauch oder Einnehmen der Edelstein-Essenz. Diese drei Anwendungsformen verstärken sich gegenseitig: Tragen aktiviert die kontinuierliche Wirkung, Auflegen bringt die Energie direkt in den Verdauungs- und Stoffwechselbereich, und die Essenz ermöglicht die innere Aufnahme der Steinqualität.

Aufladendes und Reinigen des Steins

Karneol kann problemlos unter fließendem Wasser gereinigt werden – seine dichte Chalcedon-Struktur ist wasserresistent. Zum Aufladen eignet sich Sonnenlicht hervorragend: Karneol ist einer der wenigen Steine, der direktes Sonnenlicht verträgt und davon sogar profitiert – seine warme, solare Energie wird durch die Sonne aufgefrischt. Auch Mondlicht und Bergkristall-Cluster sind geeignet.

Die Angaben zu Heilwirkung und Indikationen sind paraphrasiert nach: Michael Gienger, Lexikon der Heilsteine, Neue Erde Verlag, sowie Steinheilkunde e.V. (www.steinheilkunde.de). Es handelt sich um überlieferte Erfahrungen der Steinheilkunde – kein Ersatz für medizinische oder therapeutische Behandlung.

10. Anwendung und Verwendung

Therapeutische Anwendung (Steinheilkunde)

Karneol wirkt besonders stark durch längeres Tragen, Auflegen auf den Bauch oder Einnehmen der Edelstein-Essenz.

  • Langes Tragen als Anhänger oder Armband: Karneol benötigt Zeit, um seine volle Wirkung zu entfalten – regelmäßiges, kontinuierliches Tragen über Wochen ist empfehlenswert.

  • Auflegen auf den Bauch (Nabelbereich, Sakralchakra): für Verdauung, Stoffwechsel und Nährstoffaufnahme; mehrmals täglich 15–20 Minuten.

  • Edelstein-Essenz: Karneol in Quellwasser einlegen (indirekte Methode empfohlen: Stein in Glas, Glas ins Wasser); morgendlich einnehmen.

  • Bei Antriebslosigkeit und Mut-Defizit: Karneol morgens in die Hand nehmen, tief atmen, den Tag mit einer klaren Absicht beginnen.

  • Bei Verdauungsproblemen und Appetitmangel: auf den Dünndarmbereich (unterer Bauch) auflegen.

  • Bei Kältegefühlen und Kreislaufschwäche: Karneol an den Extremitäten (Handfläche, Fußsohle) auflegen oder als Handschmeichler nutzen.

  • Für Gemeinschaftssinn und Teamarbeit: Karneol am Arbeitsplatz aufstellen oder bei Gruppenarbeiten tragen.

Karneol bei 1STone

Bei 1STone auf Fuerteventura wird Karneol in ausgewählten Qualitäten mit natürlicher, ungleichmäßiger Farbstruktur bezogen – ein Zeichen echter, naturbelassener Steine. 1STone verarbeitet diese zu handgefertigten Unikaten: Edelsteinketten und Armbändern, in denen das warme Orange des Karneols besonders leuchtet, sowie als Dekoration aus Edelsteinen.

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11. Horoskop und indianisches Medizinrad

Karneol wird in der westlichen Astrologie klassisch dem Widder, dem Löwen und dem Skorpion zugeordnet. Als Geburtsstein des Monats Juli oder August ist er traditionell mit der Energie des Hochsommers verbunden – Hitze, Kraft, Tatkraft und Lebensfreude.

Westliche Astrologie

Für den Widder (21. März – 20. April) verstärkt Karneol die natürliche Energie und Tatkraft, hilft aber gleichzeitig, diese pragmatisch und zielorientiert einzusetzen statt impulsiv. Für den Löwen (23. Juli – 22. August) unterstützt er Lebensfreude, Ausstrahlung und Gemeinschaftssinn. Für den Skorpion (24. Oktober – 22. November) fördert er pragmatische Tatkraft und hilft, emotionale Tiefe in konkrete Handlung umzusetzen.

  • Hauptsternzeichen: Widder (21. März – 20. Apr.) – Tatkraft, Mut, pragmatisches Handeln

  • Ergänzend: Löwe (23. Jul. – 22. Aug.) – Lebensfreude, Ausstrahlung, Gemeinschaftssinn

  • Ergänzend: Skorpion (24. Okt. – 22. Nov.) – Willenskraft, Standfestigkeit, Tiefe in Aktion

  • Ausgleichsstein: Waage (23. Sep. – 23. Okt.) – hilft, aus Unentschlossenheit in Tatkraft zu finden

  • Geburtssteine: Traditionell für Juli und August; in manchen Systemen auch für Mai

  • Planetarer Einfluss: Mars (Energie, Tatkraft, Mut) und Sonne (Lebenskraft, Ausstrahlung, Wärme)

Indianisches Medizinrad (nach Sun Bear)

Im indianischen Medizinrad nach Sun Bear verbindet sich Karneol mit der Luchsmond-Energie (Löwe, ca. 23. Juli – 22. August) – der Zeit des Hochsommers, der maximalen Sonnenkraft und der vollen Entfaltung des Lebens. Seine Energie der Tatkraft, Gemeinschaft und Lebensfreude korrespondiert tief mit dem Falken-Klan und der Kraft des Führens.

  • Totemtier: Lachs (Salmon) – Symbol für Zielstrebigkeit, Ausdauer gegen den Strom, Heimkehr zur eigenen Quelle und die Kraft der Gemeinschaft

  • Mond: Luchsmond / Starker Sonnenmond (ca. 23. Jul. – 22. Aug.) – Hochsommer, maximale Lebenskraft, Führungsenergie

  • Element: Feuer – im Falken-Klan; Energie, Begeisterung, Tatkraft, Wärme

  • Klan: Falken-Klan – Klarheit, Wachheit, der Mut zu führen und die Entschlossenheit zu handeln

  • Himmelsrichtung: Süden – Richtung der Sommersonne, der maximalen Lebenskraft, der Freude und des Wachstums

  • Begleitpflanze: Sonnenblume (Helianthus annuus) – Symbol für Lebensfreude, die Ausrichtung auf das Licht und die Wärme der Gemeinschaft

  • Kraftwirkung: Karneol unterstützt Lachs-Totem-Geborene dabei, ihre natürliche Zielstrebigkeit mit Gemeinschaftssinn und pragmatischer Freude zu verbinden – gegen den Strom zu schwimmen, ohne die Freude am Weg zu verlieren

Hinweis: Das von Sun Bear (Vincent LaDuke, 1929–1992) entwickelte Medizinrad-System ist eine neuzeitliche Synthese aus indianischen Überlieferungen und westlichen Konzepten (ab ca. 1978). Es repräsentiert nicht die Tradition aller indigenen Völker Nordamerikas und wird in der modernen Steinheilkunde weit verwendet.

Karneol bei 1STone

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