Dumortierit Mineralogische Dokumentation by 1STone
Fluorit
Der Stein der geistigen Klarheit und des schnellen Verstehens
Eigenschaften · Heilwirkung · Anwendung · Bedeutung
1. Namen und Synonyme
Der Name Fluorit leitet sich vom lateinischen fluere („fließen“) ab – ein direkter Verweis auf seine historische Verwendung als Flussmittel in der Metallverhüttung: Fluorit wurde dem Erz beigemengt, um den Schmelzpunkt zu senken und die flüssige Schlacke leichter vom Metall zu trennen. Aus dieser Eigenschaft leitet sich auch der mineralogische Name Flussspat ab, der im deutschsprachigen Raum traditionell gebräuchlicher ist als die internationale Bezeichnung Fluorit. Die Bezeichnung Flussspat ist auf Deutsch bis heute der formell korrekte mineralogische Name.
Das Element Fluor – eines der reaktivstärksten Elemente überhaupt – wurde erstmals 1886 von Henri Moissan durch Elektrolyse aus Fluorit isoliert und nach diesem Mineral benannt. Fluorit ist bis heute die weltweit wichtigste Rohstoffquelle für Fluorverbindungen, die in Industrie, Chemie, Medizin und Technik eingesetzt werden.
Als Edelstein trägt Fluorit zahlreiche historische Beinamen und Handelsnamen, die seine Farbvielfalt widerspiegeln:
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Flussspat: Traditionell deutscher Mineralname; bis heute offizieller geologischer Begriff
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Fluoïte (französisch): Gebräuchlich im französischsprachigen Raum
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Blue John: Spezifische Bezeichnung für den bänderartigen violett-gelben Fluorit aus Derbyshire, England; einer der begehrtesten Fluorit-Sammlersteine
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Chlorophane: Seltener Begriff für Fluorit, der beim Erwärmen grün leuchtet (Thermolumineszenz)
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Yttrofluorit, Yttriumfluorit: Seltene, yttriumhaltige Varietät
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Antozonit: Violetter, fluorhaltiger Fluorit, der beim Zerstoßen nach Ozon riecht; aus Wolsendorf (Bayern)
Sprachliche Besonderheit: Das Wort „Fluoreszenz“ wurde ebenfalls nach dem Fluorit benannt – er war eines der ersten Mineralien, an denen dieses optische Phänomen systematisch beobachtet und beschrieben wurde. Viele Fluorite leuchten unter UV-Licht in intensivem Blau oder Violett.
2. Entstehung und Vorkommen
Fluorit entsteht hauptsächlich hydrothermal: Heiße, fluoridreiche Lösungen dringen in Kluftsysteme und Hohlräume von Kalksteinen, Dolomiten und anderen Karbonatgesteinen ein und fällen beim Abkühlen Calciumfluorid (CaF₂) aus. Dabei bilden sich oft prachtvoll ausgebildete Würfel- und Oktaederkristalle in phantastischer Farbvielfalt. Fluorit kann auch pegmatitisch (in Granit-Pegmatiten) oder als Begleitmineralie in epithermalen Erzlagerstätten entstehen.
Die charakteristische Farbvielfalt des Fluorits – von farblos über gelb, grün, blau, violett, rosa bis tiefschwarz – wird durch Gitterdefekte und Spurenelemente (seltene Erden, Mangan, Eisen, Yttriumgruppe) verursacht. Intensiv gefärbte Exemplare entstehen häufig durch natürliche radioaktive Bestrahlung im Laufe geologischer Zeiträume.
Fluorit gehört zu den am weitesten verbreiteten Mineralien weltweit und wird in über 9.000 Fundorten auf allen Kontinenten angetroffen. Die wichtigsten Fundregionen:
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China (Hunan, Zhejiang, Innere Mongolei): Weltweit größter Fluorit-Produzent; liefert die Mehrzahl der Industriemengen sowie zahlreiche Sammlerstufen in Grün, Violett und Gelb
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México (Coahuila, Durango, San Luis Potosí): Bedeutender Exporteur; spektakuläre Sammlerstufen in Grün und Violett sowie massenhaft Industrieware
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Südafrika (Namaqualand): Farblose, gelbe und grüne Kristalle; wichtige Industriemengen
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Spanien (Asturien): Bedeutende Lagerstätten; besonders schöne grüne Stufen
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England (Derbyshire, Durham): Historisch bedeutsam; Blue John (bänderartiger Fluorit) und klassische Würfelkristalle
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Deutschland (Erzgebirge, Schwarzwald, Bayern/Wolsendorf): Historisch wichtige Lagerstätten; Wolsendorf (Oberpfalz) weltberühmt für violetten Fluorit; Schwarzwald für grüne Oktaeder
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Österreich (Salzburg, Tirol): Alpine Vorkommen; blauer und farbloser Fluorit in Kluftmineralien
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USA (Illinois, Kentucky, New Mexico): Historisch bedeutsame Vorkommen; Illinois war zeitweise weltgrößter Produzent
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Namibia, Marokko, Kanada, Russland: Weitere weltweit bedeutsame Vorkommen
3. Kristallsystem, Erscheinungsbild und Farben
Fluorit kristallisiert im kubischen (isometrischen) Kristallsystem und bildet damit geometrisch besonders regelmäßige, ästhetisch beeindruckende Formen. Typisch sind Würfel (Hexaeder) und Oktaeder – häufig auch Kombinationen beider Formen. Die Kristalle können klein (Millimeter) bis sehr groß (viele Zentimeter) sein und treten sowohl als Einzelkristalle als auch als Druse, Gruppe oder massiges Aggregat auf.
Fluorit zeigt eine der breitesten Farbpaletten aller Mineralien:
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Farblos (Reinform): Vollständig transparente Kristalle ohne Spurenelemente; selten in Sammlergualität; industriell wichtig für Optik
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Violett bis Purpur: Häufigste und begehrteste Farbe; durch Gitterdefekte (Farbzentren) und Spurenelemente; von zartem Lavendel bis tiefem Amethystviolett
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Grün: Von Mintgrün bis Smaragdgrün; durch Europium und andere seltene Erden; häufig in Mexiko und Deutschland
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Blau: Von Himmelblau bis Indigoblau; oft mit stärkerer Fluoreszenz verbunden; Blue John als berühmteste Variante
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Gelb bis Honiggelb: Durch Spurenelemente; häufig zoniert mit anderen Farben
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Rosa bis Lachs: Selten; durch Mangangehalte
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Schwarz bis Dunkelviolett (Antozonit): Durch intensive natürliche Radioaktivität; gibt beim Zerstoßen Fluorgas frei – nur als ganzer Stein unbedenklich
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Mehrfarbig und zoniert: Häufig: konzentrische Farbzonen (Würfelkerne), Streifenmöster oder sektorale Färbung in einem Kristall – eines der größten ästhetischen Merkmale des Fluorits
Fluorit zeigt ausgepragte Fluoreszenz: Viele Exemplare leuchten unter kurzwelligem UV-Licht (366 nm) in leuchtendem Blau, Violett oder Grün. Diese Eigenschaft ist namensgebend für den Begriff Fluoreszenz und wird zur Echtheitsprobe genutzt.
4. Mineralklasse und Chemie
Fluorit gehört zur Mineralklasse der Halogenide und ist das häufigste natürlich vorkommende Fluorid. Seine einfache chemische Zusammensetzung (CaF₂) belegt eine der klassischsten kubischen Kristallstrukturen der Mineralogie – die sogenannte Fluorit-Struktur, nach der zahlreiche andere kubische Verbindungen benannt wurden. Im Kristallgitter sitzt jedes Calciumion von acht Fluoridionen umgeben (kubische Koordination).
Fluorit ist die wirtschaftlich bedeutendste Fluorquelle der Welt. Fluor selbst ist eines der reaktivsten Elemente und wird in einer Vielzahl industrieller Prozesse benötigt:
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Flussmittel in der Metallurgie: Senkung des Schmelzpunktes; Verbesserung der Fließeigenschaften von Schlacke – historische Hauptverwendung
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Chemische Industrie: Herstellung von Fluorwasserstoffsäure (HF), PTFE (Teflon), Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW – heute größtenteils verboten), Kältemittel
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Optische Industrie: Hochwertiger, farb- und schlierenfreier Fluorit wird für achromatische Linsen, Mikroskop- und Kameraobjektive, UV-Optiken und Weltraumteleskope verwendet
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Nuklearindustrie: Herstellung von Uranhexafluorid für die Urananreicherung
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Zahnhütte / Medizin: Fluorverbindungen in Zahnpasta, Kariesprophylaxe, medizinischen Bildgebungsverfahren
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Mineralklasse: Halogenide
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Chemische Formel: CaF₂ (Calciumfluorid)
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Kristallsystem: Kubisch (isometrisch)
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Härte (Mohs): 4 – Referenzmineral der Mohs-Skala
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Dichte: 3,01 – 3,25 g/cm³
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Spaltbarkeit: Vollkommen nach (111) – oktaedrische Spaltbarkeit in vier Richtungen
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Bruch: Muschelig (wenn nicht entlang der Spaltflächen)
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Strichfarbe: Weiß
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Lichtbrechung: 1,433 – 1,448 (sehr niedrig; optisch isotrop)
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Transparenz: Transparent bis durchscheinend; massige Aggregate undurchsichtig
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Fluoreszenz: Häufig kräftig blau bis violett unter UV
Wichtiger Hinweis: Fluorit hat eine Mohs-Härte von exakt 4 – er ist damit das offizielle Referenzmineral dieser Stufe auf der Mohsschen Härteskala. Das bedeutet: Er wird von Kupfer (Härte 3) geritzt, ritzt aber selbst weiches Glas nicht. Für den Schmuckeinsatz muss diese relative Weichheit berücksichtigt werden: Fluorit eignet sich hervorragend für Anhänger, Ketten und Ohrringe, ist jedoch für Ringe und Armbander, die mechanischem Abrieb ausgesetzt sind, nur bedingt geeignet.
5. Bestimmung und Identifikation
Fluorit ist durch die Kombination aus niedriger Härte (4), vollkommener oktaedrischer Spaltbarkeit und ausgepragter Fluoreszenz im Feld gut bestimmbar. Seine Farbvielfalt kann jedoch zu Verwechslungen führen:
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Härtetest: Fluorit wird von einer Stahlfeile (Härte ~6,5) mühelos geritzt und ritzt seinerseits Calcit (Härte 3) – der Härtetest ist das schnellste Feldmittel
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Spaltbarkeit: Schlagtest: Fluorit bricht charakteristisch nach der Oktaederfläche – die Splitter haben rhombische Formen mit gleichmäßigen Winkelflächen
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Fluoreszenz: UV-Lampe (Kurzwelle 254 nm oder Langwelle 366 nm): viele Fluorite leuchten in kräftigem Blau oder Violett; einige Fundorte zeigen Crème, Grün oder kein Leuchten
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Optik: Lichtbrechung 1,433–1,448 – sehr niedrig; unter dem Refraktometer eindeutig messbar
Tipp: Der sicherste Feldtest für Fluorit ist der Härtetest mit dem Fingernagel (Härte 2,5): Fingernagel ritzt Fluorit nicht – aber eine Kupfermünze (Härte 3) ritzt ihn bereits. Kombiniert mit der UV-Fluoreszenz ist die Bestimmung fast immer eindeutig.
6. Fälschungen und Verwechslungen
Fluorit wird wegen seiner attraktiven Farben und seines günstigen Preises sehr häufig durch Kunstharz impraegniert, bestrahlt oder gefärbt, um die Farbe zu intensivieren oder Risse zu verbergen. Zusätzlich wird er mit farblöserem Material oder Günstigsteinen verwechselt:
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Kunstharz-Impraegnierung: Sehr häufig bei Fluorit; die Farbe erscheint unnatürlich intensiv und gleichmäßig; Risse und Klüfte sind verfüllt; Behandlung durch UV-Licht oder chemische Tests nachweisbar
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Bestrahlung: Intensiviert oder verändert die Farbe; mineralogisch-gemmologisch nicht nachweisbar ohne Laboranalyse; Deklarationspflicht besteht, wird aber nicht immer eingehalten
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Amethyst (violetter Quarz): Häufigste Verwechslung beim violetten Fluorit; Quarz ist deutlich härter (Härte 7), zeigt keine oktaedrische Spaltbarkeit und keine Fluoreszenz
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Apatit: Ebenfalls Härte 5; ähnliche Farben möglich; andere Kristallform (hexagonal), andere Lichtbrechung
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Calcit: Härte 3; ähnliche Spaltbarkeit, aber rhomboedrisch statt oktaedrisch; braust mit Salzsäure auf (Fluorit nicht)
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Gefärbtes Glas: Kein Pleochroismus, keine Spaltbarkeit, kein Kristallaufbau; unter Vergrößerung Blasen sichtbar
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Synthetischer Fluorit: In der optischen Industrie werden große Einkristalle züchtet; im Schmuckhandel selten, aber vorhanden; chemisch identisch mit natürlichem Fluorit
Wichtiger Hinweis: Fluorit wird in der Industrie mit Kunstharz impraegniert, zur Farbaufbesserung bestrahlt und gefärbt. Bei Billigware ist Bestrahlung nicht immer nachweisbar – mineralogisch-gemmologische Untersuchungen können Echtheit und Behandlungsstatus jedoch identifizieren. Bei 1STone wird ausschließlich naturbelassener oder deklariert behandelter Fluorit angeboten.
7. Verwendung und Handel
Fluorit ist der wichtigste Rohstoff zur Fluorgewinnung für technische und medizinische Zwecke. Weltweit werden jährlich über 6 Millionen Tonnen Fluorit abgebaut – der weit größte Teil davon in China, das rund 60–65 % der weltweiten Produktion stellt. Der wirtschaftliche Wert von Fluorit als Industrierohstoff übersteigt seinen Wert als Schmuckstein bei weitem.
Als Sammel- und Schmuckstein ist Fluorit derzeit sehr beliebt. Vor allem chinesischer Fluorit ist als Dekor-, Schmuck- und Heilstein gefragt. Die Farbvielfalt – von zartem Mintgrün über Lavendelviolett bis zu mehrfarbig zonierten Stufen – macht ihn zu einem der vielseitigsten Minerale im Handel.
Wichtige Handelssegmente:
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Sammlerstufen: Kristallgruppen, Druse und Einzelkristalle; begehrt sind zonierte Exemplare, Blue John aus England, grüne Oktaeder aus dem Schwarzwald und violette Würfel aus Mexiko und China
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Trommelsteine und Rohlinge: Für Heilsteinzwecke und Dekoration; häufig behandelt (Kunstharz, Bestrahlung)
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Schmuck: Anhänger, Ketten, Perlen; wegen der geringen Härte (4) für mechanisch wenig beanspruchte Schmuckstücke empfohlen
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Optische Qualität: Hochreiner, farb- und schlierenfreier Fluorit (Optikfluorit) für Linsen; Preise um ein Vielfaches höher als für Schmuckware
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Industrieware: Säurespat (feingemahlen) und Metallurgiespat (grob) für Industrie, Chemie und Hüttenwesen
8. Heilwirkung und Indikationen
Fluorit gehört in der Steinheilkunde zu den vielseitigsten und meistgenutzten Heilsteinen. Seine wichtigste Wirkqualität ist die Förderung geistiger Klarheit, schnellen Verstehens und strukturierten Denkens. Er wirkt auf der mentalen Ebene ordnend und klärend und ist daher besonders wertvoll in Lern-, Arbeits- und Entscheidungsprozessen.
Seelisch-mentale Wirkung
Fluorit erleichtert Neuanfänge im Leben und fördert geistige Klarheit und schnelles Verstehen. Er gibt Sinn für Ordnung und erleichtert damit das Lernen, das Strukturieren von Informationen und das Erfassen komplexer Zusammenhänge. Fluorit ist ein ausgezeichneter Lern- und Konzentrations-Stein: Er hilft, Wesentliches von Unwesentlichem zu trennen, Gedanken zu ordnen und neue Ideen zu verankern.
Psychisch verändert Fluorit Hintergruende von Allergien positiv – Allergien haben in der Steinheilkunde häufig eine seelische Komponente: die Überreaktion auf einen äußeren Reiz. Fluorit hilft, diese Überempfindlichkeit auf der tieferen Ebene zu lösen und einengende Lebensmuster aufzubrechen. Er stärkt die Fähigkeit, sich von psychischer Starre und unbewussten Einengungen zu befreien.
Fluorit wirkt auf der geistigen Ebene allein durch Betrachtung – schon das bewusste Ansehen eines qualitätsvollen Fluorit-Exemplars soll den Geist klären und die innere Ordnung stärken. Diese besondere Eigenschaft macht ihn zu einem idealen Stein für Meditationen, in denen geistige Übersicht und innere Ruhe gesucht werden.
Körperliche Wirkung
Körperlich macht Fluorit beweglich: Er fördert die Regeneration der Haut und der Schleimhäute und zeigt eine unterstUtzende Wirkung bei Gelenkbeschwerden und Schleimhautentzündungen. Bei Allergien, die sich als Hautreaktionen, Schleimhautreizungen oder Gelenkentzündungen äußern, wird Fluorit sowohl auf der seelischen als auch auf der körperlichen Ebene eingesetzt.
Fluorit stärkt Knochen und Znähne – was direkt mit seinem Fluorgehalt in Verbindung gebracht wird: Fluorid ist bekanntlich karieshemmend und fördert die Remineralisation des Zahnschmelzes. In der Steinheilkunde wird diese Wirkung auf den gesamten Bewegungsapparat ausgeweitet: Fluorit soll Knochen, Gelenke und das Bindegewebe stärken und regenerationsfördernde Prozesse anregen.
Fluorit hilft bei Erkrankungen des Nervensystems und des Großhirns. Er fördert die Tätigkeit des Nervensystems und soll die Vernetzung und Ordnung von Nervenimpulsen unterstützen – was wiederum mit seiner geistigen Wirkung auf Klarheit und Ordnung korrespondiert.
Farbspezifische Heilwirkungen
In der Steinheilkunde werden den verschiedenen Fluorit-Farben spezifische Schwerpunktwirkungen zugeordnet:
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Violetter Fluorit: Stirnchakra; stärkt Intuition, geistige Ordnung und meditativen Fokus; unterstützt bei Kopfschmerzen und Konzentrationsproblemen
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Grüner Fluorit: Herzchakra; wirkt harmonisierend und reinigend; unterstützt bei emotionalen Blockaden und Verdauungsproblemen
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Blauer Fluorit: Halschakra; fördert klare Kommunikation, färdert strukturiertes Sprechen und Denken
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Farbloser / Weißer Fluorit: Kronenchakra; stärkt Klarheit und spirituelle Offenheit
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Gelber Fluorit: Solarplexuschakra; fördert Kreativität, Freude und Selbstausdruck
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Mehrfarbiger Fluorit: Ganzheitlich; harmonisiert alle Chakras; besonders für die Arbeit mit dem gesamten Energiekörper
Aufladendes und Reinigen des Steins
Fluorit ist ein empfindlicher Stein und sollte mit besonderer Sorgfalt gepflegt werden. Zum Reinigen genügt kurzes Absülen unter lauwarmem Wasser – kein langeres Einlegen, da Fluorit wasserdurchlässig sein kann und seine Oberfläche durch Sauerstoff in Wasser angegriffen werden kann. Zum Aufladen eignen sich Bergkristall, Amethyst-Cluster oder indirektes Tageslicht. Direkte Sonnenbestrahlung über längere Zeit ausbleicht viele Fluorit-Farben erheblich und sollte vermieden werden. Auch intensive Hitze kann die Farbzentren zerstören.
Die Angaben zu Heilwirkung und Indikationen sind paraphrasiert nach: Michael Gienger, Lexikon der Heilsteine, Neue Erde Verlag, sowie Steinheilkunde e.V. (www.steinheilkunde.de). Es handelt sich um überlieferte Erfahrungen der Steinheilkunde – kein Ersatz für medizinische oder therapeutische Behandlung.
9. Anwendung und Verwendung
Therapeutische Anwendung (Steinheilkunde)
Fluorit wirkt auf der geistigen Ebene allein durch Betrachtung – körperlich dagegen am besten durch Tragen mit Hautkontakt. Diese Besonderheit macht ihn zu einem der wenigen Heilsteine, die auch ohne direkten Körperkontakt therapeutisch eingesetzt werden können:
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Geistige Wirkung (Betrachtung): Einen qualitätsvollen Fluorit gut sichtbar am Arbeitsplatz, Schreibtisch oder Lernplatz aufstellen; bewusstes Betrachten für 1–2 Minuten zu Beginn einer Lern- oder Arbeitssitzung.
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Körperliche Wirkung (Hautkontakt): Als Anhänger, Armband oder Trommelstein tragen; direkter Hautkontakt aktiviert die körperlichen Wirkqualitäten.
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Bei Gelenkbeschwerden: direkt auf die betroffenen Gelenke auflegen; kann mit leichter Wärme kombiniert werden.
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Bei Hautallergien oder Schleimhautreizungen: auf oder nahe der betroffenen Stellen auflegen.
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Für Lernphasen und Prüfungsvorbereitung: violetten oder blauen Fluorit am Arbeitsplatz oder als Handschmeichler nutzen.
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Zur Meditation: Fluorit in die Hände nehmen und auf geistige Ordnung und Klarheit fokussieren; die Farbbetrachtung vertieft den meditativen Zustand.
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Bei Zahnbeschwerden oder zur unterstützenden Pflege der Mundgesundheit: Fluorit-Trommelstein im Mund rollen (nur bei naturbelassenem, nicht behandeltem Fluorit – nie bei kunstharzimprägnierten Steinen).
Fluorit bei 1STone
Bei 1STone auf Fuerteventura ist Fluorit mit seiner außergewöhnlichen Farbpalette ein besonderer Blickfang. 1STone verarbeitet ausgewählte Fluorite – bevorzugt aus Mexiko, Spanien und China – zu handgefertigten Unikaten: Edelsteinketten und Armbänder sowie als Dekoration aus Edelsteinen.
10. Horoskop und indianisches Medizinrad
Fluorit wird in der Astrologie vorrangig dem Sternzeichen Steinbock und Jungfrau zugeordnet – beide Zeichen profitieren von seiner ordnenden, klärenden und strukturierenden Wirkung. Ergänzend wird er auch dem Wassermann zugeordnet.
Westliche Astrologie
Für den Steinbock (22. Dezember – 21. Januar) verstärkt Fluorit die natürliche Fähigkeit zur Struktur und Disziplin und hilft gleichzeitig, geistige Starrheit zu lösen und Neuanfänge zu wagen. Für die Jungfrau (23. August – 22. September) unterstützt er die Analysefähigkeit und hilft, den Hang zum Perfektionismus durch geistige Leichtigkeit auszugleichen.
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Hauptsternzeichen: Steinbock (22. Dez. – 21. Jan.) – vertieft Struktur und Disziplin, löst geistige Starrheit
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Ergänzend: Jungfrau (23. Aug. – 22. Sep.) – fördert Analysefähigkeit, mildert Perfektionismus
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Ergänzend: Wassermann (21. Jan. – 19. Feb.) – unterstützt kreatives, strukturiertes Denken und Neuanfänge
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Ausgleichsstein: Krebs (22. Jun. – 22. Jul.) – hilft bei emotionaler Überforderung und Grubeln
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Planetarer Einfluss: Merkur (Intellekt, Kommunikation, Ordnung) und Saturn (Struktur, Disziplin, Ausdauer)
Indianisches Medizinrad (nach Sun Bear)
Im indianischen Medizinrad nach Sun Bear verbindet sich Fluorit mit der Erdheilmond-Energie (Steinbock, ca. 22. Dezember – 19. Januar) und dem Schildkröten-Klan. Seine Qualität der geistigen Ordnung und des klärenden Überblicks korrespondiert mit dem nördlichen Quadranten des Medizinrads – der Richtung der inneren Weisheit und des langen, gesammelten Denkens.
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Totemtier: Schnee-Eule – Symbol für Weisheit, Stille, geistigen Überblick und das Sehen im Dunkeln (Erkenntnis in der Unklarheit)
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Mond: Erdheilmond (ca. 22. Dez. – 19. Jan.) – Zeit der inneren Sammlung, Stille und des Erdversprechens
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Element: Erde – im Schildkröten-Klan; Beständigkeit, Ausdauer, Struktur
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Klan: Schildkröten-Klan – Weisheit, Geduld, das Tragen von Verantwortung und das Wissen um Zyklen
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Himmelsrichtung: Norden – innere Weisheit, Winter, Tiefe, Ahnenkräfte
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Begleitpflanze: Tanne (Abies) – Aufrichtigkeit, Ausdauer, immer grünes Leben selbst im Winter
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Kraftwirkung: Fluorit unterstützt Schildkröten-Klan-Geborene dabei, ihre natürliche Gabe der Geduld mit geistiger Lebendigkeit und Klarheit zu verbinden – die Schildkröte denkt lang und tief; Fluorit hilft ihr, dieses Denken zu ordnen und in klare Erkenntnis zu überführen
Hinweis: Das von Sun Bear (Vincent LaDuke, 1929–1992) entwickelte Medizinrad-System ist eine neuzeitliche Synthese aus indianischen Überlieferungen und westlichen Konzepten (ab ca. 1978). Es repräsentiert nicht die Tradition aller indigenen Völker Nordamerikas und wird in der modernen Steinheilkunde weit verwendet.
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