Opalith Mineralogische Dokumentation by 1STone
Opalith
Der Moosopal – Geselligkeit, Berührungsangste und Lungenstärkung
Moosopal · Goldlace · Madagaskar · Australien · Schleimhäute · Lunge
1. Namen und Synonyme
Der Name Opalith ist ein Handelsname, der sich aus Opal und dem griechischen lithos („Stein“) zusammensetzt. Er bezeichnet eine spezifische Varietät des gewöhnlichen Opals – den sogenannten Moosopal oder Gemeinen Opal – der durch fein verteilte, moosartige Einschlüsse aus grünem Chlorit, Hornblende oder anderen Mineralien charakterisiert ist. Diese Einschlüsse verleihen dem Stein sein charakteristisches organisches, lebendiges Erscheinungsbild, das an Moos oder Seegras erinnert.
Mineralogisch ist Opalith wie alle Opale ein amorphes Siliziumdioxid-Hydrat (SiO₂ · nH₂O). Er zeigt keine Opaleszenz (kein Farbenspiel) und gehört damit zu den gewöhnlichen Opalen. Sein Erscheinungsbild – milchig-transluzentes Weiß bis Hellgrün mit eingelagerten grünen Moos-Mustern – macht ihn unverwechselbar und ästhetisch sehr ansprechend.
Opalith (Moosopal) wurde zunächst aus Madagaskar importiert und zu Figuren graviert oder zu Ketten verarbeitet. Ende der 60er Jahre wurde dann erstmals der Goldlace-Opalith aus Australien importiert. Dieser ist heute nun auch als Trommelstein und Anhänger erhältlich.
Wichtige Namen und Synonyme:
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Moosopal: Beschreibender Volksname; wegen der moosartigen Einschlüsse; mineralogisch präziser als Opalith
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Opalith (Handelsname): Im Handel geläufige Bezeichnung; von Gienger verwendet
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Goldlace-Opalith: Australische Varietät mit goldgelbem bis honigfarbenem Grundton und moosartigen Einschlüssen; aus Queensland; Ende der 1960er Jahre erstmals importiert
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Gemeiner Opal: Mineralogischer Oberbegriff für alle Opale ohne Opaleszenz; Opalith ist eine Untergruppe
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Prasopal (verwandt): Grüner, Chlorit-reicher gemeiner Opal; ähnliche Erscheinung; im Gienger-System eigene Wirkung
Goldlace-Opalith: Die australische Goldlace-Varietät zeichnet sich durch einen warmen, goldgelblichen bis honigfarbenen Grundton aus, in dem sich die grünen Moos-Einschlüsse besonders wirkungsvoll abheben. Sie wurde Ende der 1960er Jahre erstmals in den europäischen Heilsteinhandel eingeführt und ist seitdem als Trommelstein und Anhänger erhältlich. Das Goldlace-Muster erinnert an Spitze oder feine Filigranarbeit aus Gold.
2. Entstehung und Vorkommen
Opalith entsteht wie alle gewöhnlichen Opale hydrothermal bei niedrigen Temperaturen in porösen Gesteinen, Klüften und Hohlräumen. Kieselsäurehaltige Lösungen füllen diese Hohlräume und scheiden beim Verdunsten des Wassers ein Siliziumdioxid-Gel ab, das mit der Zeit aushärtet. Die moosartigen Einschlüsse entstehen durch eingelagerte Chlorit-, Hornblende- oder andere grüne Mineralien, die während oder nach der Opal-Bildung dendritisch eingewachsen sind.
Die wichtigsten Fundregionen:
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Madagaskar: Historisch erster Importstandort; heller Moosopal mit intensiven grünen Einschlüssen; zur Figurengravur und Kettenfertigung
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Australien (Queensland): Goldlace-Opalith; honigfarbener Grundton; sehr charakteristisch; seit Ende der 1960er Jahre bekannt
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Australien (Western Australia, South Australia): Weitere Opalith-Vorkommen; verschiedene Farbtöne
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Brasilien, Peru: Grünliche Moosopal-Varietäten; breite Handelsmassen
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USA (Nevada, Idaho): Lokale Vorkommen
3. Kristallsystem, Erscheinungsbild und Farben
Opalith ist wie alle Opale amorph – er hat kein Kristallgitter. Das Erscheinungsbild:
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Grundton: Milchig-weiß bis hellgrün, gelblich-grün oder honiggelb (Goldlace); transluzent bis leicht durchscheinend
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Moosartige Einschlüsse: Grüne, dendritisch-verzweigte oder flaechige Chlorit/Hornblende-Muster; erinnern an Moos, Seegras oder feine Pflanzenmuster
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Goldlace-Muster: Beim australischen Goldlace-Opalith; honiggelb-goldene Matrix mit gruenen, spitzenähnlichen Einschlüssen
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Wachsglanz bis Glasglanz: Auf polierten Flächen; charakteristisch
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Transluzenz: Bester Opalith ist fast durchscheinend; die Einschlüsse schweben im Stein
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Keine Opaleszenz: Im Gegensatz zum Edelopal kein Farbenspiel; ruhiges, organisches Erscheinungsbild
4. Mineralklasse und Chemie
Opalith gehört zur Mineralklasse der Oxide (Quarz-Gruppe) als amorphes Siliziumdioxid-Hydrat. Er teilt alle chemischen und physikalischen Grundeigenschaften der Opal-Familie.
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Mineralklasse: Oxide (Quarz-Gruppe) – amorphes SiO₂ · nH₂O (gewöhnlicher Opal)
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Einschlüsse: Chlorit, Hornblende (grün); selten auch Manganoxid oder andere Mineralien
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Wassergehalt: 3 – 10 % – geringer als bei Edelopalen
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Kristallsystem: Amorph (kein Kristallgitter)
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Härte (Mohs): 5,5 – 6,5
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Dichte: 1,98 – 2,20 g/cm³
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Spaltbarkeit: Keine; muschelig-splitteriger Bruch
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Lichtbrechung: 1,37 – 1,47
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Transparenz: Transluzent bis leicht durchscheinend
Pflegehinweis: Opalith ist wie alle Opale empfindlich gegen Austrocknung, Hitze und chemische Einflüsse. Kein Ultraschall, keine Hitze, kein Einlegen in Wasser, kein Parfum oder Haarspray. Mit weichem, trockenem Tuch reinigen. Dunkel und leicht feucht lagern. Im Vergleich zum edlen Edelopal ist Opalith etwas robuster, bleibt aber ein empfindlicher Stein.
5. Bestimmung und Identifikation
Opalith ist durch seine moosartigen Einschlüsse in milchig-transluzentem Grund gut erkennbar:
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Moosartige Einschlüsse: Das definierende Merkmal; grüne, organisch anmutende Muster in transluzentem Grund; kein anderer gängiger Stein zeigt diese Kombination
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Keine Opaleszenz: Im Gegensatz zum Edelopal kein Farbenspiel; das Erscheinungsbild ist ruhig und gleichmässig
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Härte 5,5–6,5: Mittlere Härte; wird von Quarz geritzt
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Wachsglanz: Charakteristisch für Opale
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Geringe Dichte: 1,98–2,20 g/cm³; deutlich leichter als die meisten Steine
Unterscheidung Opalith / Moosachat / Prasem: Opalith ist transluzent-milchig mit organischen Einschlüssen und hat Härte 5,5–6,5. Moosachat (Chalcedon) ist ebenfalls transluzent mit grünen Einschlüssen, aber deutlich härter (6,5–7) und schwerer. Prasem (grüner Quarz) ist gleichmässig grün ohne dendritische Muster, Härte 7.
6. Fälschungen und Verwechslungen
Fälschungen sind für Opalith nicht bekannt, von gelegentlichen bewussten Verwechslungen mit den oben genannten Steinen einmal abgesehen.
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Moosachat: Häufigste Verwechslung; ebenfalls transluzent mit grünen Einschlüssen; aber Härte 7 (deutlich härter); andere Lichtbrechung; ähnliche Wirkung
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Prasopal (grüner Opal): Ebenfalls Opal-Varietät; gleichmässiger grün; weniger Muster; ähnliche Wirkung
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Aventurin: Grüner Quarz mit Glimmer-Einschlüssen; Härte 7; adventureszierender Schimmer; keine moosartigen Muster
7. Verwendung und Handel
Opalith (Moosopal) wurde zunächst aus Madagaskar importiert und zu Figuren graviert oder zu Ketten verarbeitet. Ende der 60er Jahre wurde dann erstmals der Goldlace-Opalith aus Australien importiert. Dieser ist heute nun auch als Trommelstein und Anhänger erhältlich.
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Edelstein-Kugeln und Kugelketten: Polierte Edelstein-Kugeln als Ketten und Armbänder; das milchige Grün mit den Moos-Einschlüssen wirkt als Kette lebendig und frisch
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Trommelsteine und Anhänger: Breite Verfügbarkeit; für Heilsteinzwecke und auf die Lungen aufzulegen
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Figuren und Schnitzarbeiten: Traditionelle Verwendung von madagassischem Opalith; Figuren und Dekorationsobjekte
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Dekorationsobjekte: Kugeln, Scheiben; das organische Muster als Raumdekoration
8. Heilwirkung und Indikationen
Opalith fördert Geselligkeit und den guten Kontakt zu Umwelt und Mitmenschen. Er hilft, seelische und physische Berührungsangste abzubauen und wird daher oft als vorbereitender Stein für Therapien und Gruppenprozesse eingesetzt. Opalith hilft, sich emotional in Gemeinschaften einzubringen und sich mit Stimmungen und Gefühlen anderer auseinanderzusetzen und diese zu akzeptieren.
Seelisch-mentale Wirkung
Die zentrale seelische Qualität des Opaliths ist die Öffnung für Kontakt. Geselligkeit – die echte, gelebte Freude an Gemeinschaft – ist keine Selbstverständlichkeit für alle Menschen. Für Menschen mit Berührungsangsten, sozialer Angst oder Schwierigkeiten in Gruppen ist Opalith ein sanfter, vorbereitender Begleiter: Er senkt die Schwelle, sich in Gemeinschaften einzubringen, ohne zu drängen oder zu überfordern.
Opalith hilft, seelische und physische Berührungsangste abzubauen. Dieser Begriff – Berührungsangst – umfasst sowohl die seelische Angst vor emotionaler Nähe als auch die körperliche Angst vor physischem Kontakt. Opalith adressiert beides gleichzeitig. Dadurch ist er ein besonders wertvoller vorbereitender Stein für Therapien und Gruppenprozesse: Er erleichtert die Bereitschaft zur Öffnung, bevor die eigentliche therapeutische Arbeit beginnt.
Die Fähigkeit, sich mit Stimmungen und Gefühlen anderer auseinanderzusetzen und diese zu akzeptieren, ist eine Form der sozialen Intelligenz – das Erkennen und Tolerieren von Andersartigkeit. Opalith fördert diese Qualität durch emotionale Öffnung.
Koerperliche Wirkung
Körperlich stärkt Opalith die Schleimhäute. Er regt die Lungenfunktion an, fördert die Sauerstoffaufnahme und hilft bei festsitzenden Erkältungen oder Schädigungen durch Rauchen.
Die körperliche Wirkung auf Schleimhäute und Lunge korrespondiert mit der seelischen Wirkung auf Kontakt und Berührung: Schleimhäute sind buchstäblich die Körpergrenze, an der Kontakt stattfindet – in der Lunge der Kontakt zwischen Luft und Blut, im Mund der Kontakt zwischen Nahrung und Körper. Opalith stärkt diese Kontaktflächen auf beiden Ebenen gleichzeitig. Die Wirkung bei Rauchschädigungen der Lunge ist eine der spezifischsten Indikationen Giengers.
Die Angaben zu Heilwirkung und Indikationen sind paraphrasiert nach: Michael Gienger, Lexikon der Heilsteine, Neue Erde Verlag, sowie Steinheilkunde e.V. (www.steinheilkunde.de). Es handelt sich um überlieferte Erfahrungen der Steinheilkunde – kein Ersatz für medizinische oder therapeutische Behandlung.
9. Anwendung und Verwendung
Therapeutische Anwendung (Steinheilkunde)
Opalith sollte längere Zeit mit Hautkontakt getragen oder regelmässig auf die Lungen aufgelegt werden.
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Längere Zeit mit Hautkontakt tragen: als Kette oder Armband direkt auf der Haut; Giengers Hauptempfehlung; für alle seelischen Wirkungen (Geselligkeit, Berührungsangst, Gruppenfähigkeit) und die langfristige Schleimhaut-Stärkung.
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Regelmässig auf die Lungen auflegen: auf Brust und Rücken im Lungenbereich; mehrmals täglich 20–30 Minuten; für Lungenfunktion, Sauerstoffaufnahme und festsitzende Erkältungen.
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Bei Rauchschädigungen der Lunge: regelmässig auf den Brustbereich auflegen; langfristig als Kette tragen; unterstützend.
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Als Therapie-Vorbereitungsstein: vor Gruppen- oder Einzel-Therapiesitzungen kurz halten oder auf die Brust legen; senkt die Hemmschwelle zur emotionalen Öffnung.
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Bei Berührungsangst: als Kette tragen; langfristig; sanfte, schrittweise Öffnung.
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Pflege: Opalith ist empfindlich; kein Ultraschall, keine Hitze, kein Wasser. Mit weichem Tuch reinigen. Aufladen im Mondlicht oder auf Bergkristall.
Opalith bei 1STone
Bei 1STone auf Fuerteventura gehört Opalith zu den sanftesten und einladendsten Steinen des Sortiments. Sein milchiges Grün mit den organischen Moos-Einschlüssen oder sein goldenes Gelb laden zum Innehalten und zum Öffnen ein. 1STone verarbeitet ausgewählte Opalith-Qualitäten – Madagaskar und Goldlace aus Australien – zu handgefertigten Unikaten: Edelsteinketten und Armbändern.
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10. Horoskop und indianisches Medizinrad
Opalith wird in der modernen Steinheilkunde vorrangig den Sternzeichen Krebs und Fische zugeordnet. Seine Wirkqualitäten – Geselligkeit, Berührungsangst, emotionale Öffnung, Schleimhäute, Lunge, Sauerstoff – ergänzen beide Zeichen charakteristisch.
Westliche Astrologie
Für den Krebs (22. Juni – 22. Juli) fördert Opalith die natürliche Fürsorge für andere und hilft gleichzeitig, die eigene Berührungsangst zu überwinden und echten Kontakt zuzulassen. Für die Fische (20. Februar – 20. März) unterstützt er die Empathie und die Fähigkeit, sich in Gemeinschaften emotionaler einzubringen.
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Hauptsternzeichen: Krebs (22. Jun. – 22. Jul.) – Geselligkeit, Berührungsangst überwinden, emotionaler Kontakt
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Ergänzend: Fische (20. Feb. – 20. Mrz.) – Empathie, Gruppenfähigkkeit, seelische Öffnung
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Ergänzend: Zwillinge (21. Mai – 21. Jun.) – Kommunikation, Kontakt, Lunge, Sauerstoffaufnahme
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Ausgleichsstein: Skorpion (24. Okt. – 22. Nov.) – öffnet für Nahbarkeit und sanften Kontakt
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Planetarer Einfluss: Mond (Kontakt, Gefühl, Gemeinschaft) und Neptun (emotionale Öffnung, Auflösung von Grenzen)
Indianisches Medizinrad (nach Sun Bear)
Im indianischen Medizinrad nach Sun Bear verbindet sich Opalith mit der Specht-Mond-Energie (Krebs, ca. 22. Juni – 22. Juli) und dem Frosch-Klan des Wassers. Seine sanfte, öffnende Energie verbindet sich mit der heilenden Kraft des Wassers und des Atemens.
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Totemtier: Specht (Woodpecker) – Symbol für das sensible Klopfen an die Türen der anderen, das geduldige Suchen nach Kontakt und die Fähigkeit, in der Gemeinschaft seinen Platz zu finden
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Mond: Starker-Sonnen-Mond / Erdbeeer-Mond (ca. 22. Jun. – 22. Jul.) – Zeit der emotionalen Reife und der Einladung in die Gemeinschaft
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Element: Wasser – im Frosch-Klan; das Fliessen der Gefühle, die heilende Kraft des Kontakts
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Klan: Frosch-Klan – Reinigung, die heilende Kraft der Gemeinschaft, das Singen im Chor
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Himmelsrichtung: Westen – Einwaertsgehen, Gefühl, die Kraft der stülen Einladung
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Begleitpflanze: Weissdorn (Crataegus) – Symbol für den schützenden, aber einladenden Strauch, der trotz seiner Dornen die schönsten Blüten und Früchte für die Gemeinschaft trägt
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Kraftwirkung: Opalith unterstützt dabei, wie der Specht zu sein – geduldig und bestimmt an den Türen der anderen zu klopfen und gleichzeitig die eigene Tür zu öffnen
Hinweis: Das von Sun Bear (Vincent LaDuke, 1929–1992) entwickelte Medizinrad-System ist eine neuzeitliche Synthese aus indianischen Überlieferungen und westlichen Konzepten (ab ca. 1978). Es repräsentiert nicht die Tradition aller indigenen Völker Nordamerikas und wird in der modernen Steinheilkunde weit verwendet.
Opalith bei 1STone
Bei 1STone auf Fuerteventura gehört Opalith zu den sanftesten und einladendsten Steinen des Sortiments. Sein milchiges Grün mit den organischen Moos-Einschlüssen oder sein goldenes Gelb laden zum Innehalten und zum Öffnen ein. 1STone verarbeitet ausgewählte Opalith-Qualitäten – Madagaskar und Goldlace aus Australien – zu handgefertigten Unikaten: Edelsteinketten und Armbändern.
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